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Der San-Francisco-MorgenreportFür Freitag, den 3. März 2000
Microsoft, Telefonica in Drahtlos- Partnerschaft. Software-Konzern Microsoft und das ehemalige spanische Telekommunikations- Monopol Telefonica haben eine Zusammenarbeit beschlossen, um Produkte für die drahtlose Internetnutzung zu entwickeln. Dies ist das zweite Abkommen dieser Art in Europa für Microsoft, nachdem sie und die British Telecom vor kurzem eine Kooperation beschlossen haben.
AltaVista startet Ausgaben in Frankreich, Niederlanden. Das Suchmaschinen-Portal AltaVista hat nationale Ausgaben seines Dienstes in Frankreich und den Niederlanden herausgebracht. AltaVista France bietet unter anderem Nachrichten von Agence France-Press (AFP) und Liberation an, ein redaktionelles Web-Verzeichnis von Lokace sowie kostenlose E-Mail. Zudem will das Unternehmen einen kostenlosen Internetzugang in Frankreich in Zusammenarbeit mit Internet Telecom anbieten. AltaVista, eine CMGI-Tochter, betreibt bereits Sites in Deutschland, Großbritannien und Schweden.
Kreditkartennummern von dritter US-Site gestohlen. Ein Hacker hat rund 2000 Kreditkartennummern und andere persönliche Daten von der Site SalesGate gestohlen und auf dem Web veröffentlicht. Damit haben Hacker zum dritten Mal in zwei Monaten Kreditkartennummern von einer US-Website entwendet. Die ersten beiden Opfer waren CD Universe und RealNames.
Yahoo!: "Fokus ist nicht auf Kontrolle herkömmlicher Medien". Yahoo!- Mitgründer Jerry Yang sagte auf einer Pressekonferenz, dass der Erwerb eines traditionellen Medienkonzerns nicht im Mittelpunkt der Strategie des Unternehmen stehe. Man wolle seine Aufmerksamkeit weiterhin zunächst aufs Internet richten. Für ein Internet-Unternehmen gehe es um Schnelligkeit, nicht um Größe. Zu Meldungen über eine mögliche gegenseitige Minderheitsbeteiligung zwischen Yahoo! und Rupert Murdochs News Corp. wollte Yang allerdings nichts sagen. Seitdem AOL und Time-Warner ihre Verschmelzung beschlossen haben, gehen Gerüchte um, Yahoo! wolle ebenfalls einen Medienkonzern erwerben, etwa News Corp. Yahoo! setzt sich mit ihrer Strategie von der ihrer Konkurrenten ab und beschreitet damit einen möglicherweise lohnenden, sicher aber gefahrvollen Weg: Andere Portale haben Medienunternehmen aus der Alten Wirtschaft erworben, um "Luftgeld" (den überhöhten Wert ihrer Aktien) in echte Anlagen (Firmen, Produkte, Marken, Marktanteile, Reichweite) umzuwandeln. Schon seit langem sagen Beobachter, dass Yahoo! den Erwerb anderer Firmen nicht forsch genug betreibt.
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